Als Verbrennung bezeichnet man eine Schädigung durch übermäßige Hitzeeinwirkung. Die Gründe können vielseitig sein, von heißen Flüssigkeiten (Verbrühung), über Gase, Flammen, Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand) bis hin zu elektrischem Strom oder Verbrennung durch Reibung.

Verbrennungen werden nach Schweregrad bzw. beteiligter Hautschicht eingeteilt.
1. Grad: Rötung, leichte Schwellung und Schmerz. Betroffen ist die Epidermis (Oberhaut), die Folgen der Verbrennung sind vollständig reversibel.
2. Grad: Rötung, Schwellung, Blasenbildung mit hellem Grund und starke Schmerzen. Betroffen ist die Epidermis (Oberhaut) und zusätzlich die Dermis (Lederhaut). Bei einer tiefen Verletzung der Dermis kommt es zur Abheilung mit Narbenbildung.
3. Grad: Hier kommt es zu einer Nekrose, was bedeutet, dass die Zellstruktur so stark geschädigt ist, dass es zum Zelltod kommt. Betroffen ist neben der Dermis nun auch die Subkutis (Unterhaut). Der Betroffene klagt nur über leichte Schmerzen, da die Nervenendigungen (Rezeptoren) größtenteils zerstört sind. Die Schäden bei einer Verbrennung dritten Grades sind irreversibel.
4. Grad: Wird auch als Verkohlung bezeichnet. Es besteht kein Schmerz mehr, da alle Hautschichten und sogar das darunter liegenden Bindegewebe/ die Knochen betroffen sind.

Hautschichten

Die folgenden Ratschläge und Empfehlungen für homöopathische Mittel beziehen sich auf erstgradige und zweitgradige Verbrennungen, also kleinere Brandwunden, mit oder ohne Blasenbildung.

Als Soforthilfe ist die verbrannte Stelle innerhalb von Sekunden unter kühles Wasser (20°C) zu halten. Leitungswasser eignet sich gut, es sollte auf Keimfreiheit geachtet werden. Das Ziel der Kühlung ist es, ein Ausbreiten des betroffenen Areals durch heiße Gewebeteile zu vermeiden. Die Kühlung dauert in der Regel nur wenige Sekunden.

Danach sollte die verbrannte Stelle allerdings nicht weiter gekühlt werden. Durch die Kühlung werden die Gefäße zusammengezogen, was für den Moment zwar eine schmerzlindernde Wirkung hat, aber für den gesamten Heilungsverlauf nicht als positiv zu bewerten ist. Wird die betroffene Stelle allerdings mit warmen Wasser behandelt, sind die Schmerzen im Gesamtverlauf deutlich geringer, eine Schmerzfreiheit wird zeitnah erreicht und es kommt sehr viel seltener zu einer Blasenbildung und Infektion. Dafür wird die verbrannte Stelle unter fließendes, recht warmes Wasser, gehalten. Sollte das nicht möglich sein, empfiehlt es sich, eine Schüssel mit warmen Wasser zu nehmen. Zuerst wird sich der Schmerz verstärken, aber nach einiger Zeit nachlassen. Läßt der Schmerz nach, sollte die Temperatur wieder etwas erhöht werden. Diesen Vorgang wiederholen, bis die Verbrennung so gut wie schmerzfrei ist. Dabei natürlich darauf achten, dass das Wasser nie zu heiß eingestellt wird!

Bei Verbrennungen zweiten Grades empfiehlt es sich, die Wunde weiter feucht zu halten. Dazu eine Kompresse mit 50-prozentigem Alkohol tränken und auf die Wunde legen, ggf. mit einer zweiten Abdeckung umbinden, damit die Feuchtigkeit erhalten bleibt. Für zwölf bis 24 Std. die Kompresse regelmäßig erneuern. Der Alkohol hält die Wunde zusätzlich rein und wirkt desinfizierend.
Danach sollte die Wunde trocken gehalten und je nach Wundgröße und -tiefe steril verbunden werden.

Verbrennen 2

Der Heilungsprozess kann mit homöopathischen Arzneimitteln sehr gut unterstützt werden.
1. Grad: Apis C30 oder Urica urens C30
2. Grad: Cantharis C30
3. Grad: Causticum C30

Verordnung: Drei Globuli in einem Glas Wasser auflösen und einen großen Schluck nehmen. In kürzeren Abständen, ca. alle 10 Minuten umrühren und einen weiteren kleinen Schluck nehmen, bis die Beschwerden besser werden. Wenn in der akuten Situation kein Wasser zur Verfügung ist, können die Globuli auch pur eingenommen werden.