Heute habe ich meine Hausapotheke mit homöopathischen Mitteln neu sortiert und war wieder einmal begeistert von der Fülle der verschiedenen Arzneimittel.

 

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Der Trend zur Homöopathie ist groß. Immer mehr Selbsthilfebücher und Ratgeber für Jedermann erscheinen auf dem Markt. Wofür nun der Gang zum Heilpraktiker und Geld für eine Erstanamnese und Beratung ausgeben, wenn es doch immer mehr Bücher für die schnelle Selbsthilfe gibt?


Das Wort Homöopathie ist abgeleitet vom griechischen homoios= ähnlich und pathos= Leiden, Schmerzen. Es deutet an, dass eine Krankheit durch ein ähnliches Leiden geheilt wird. Das Ähnlichkeitsgesetz besagt, dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt wird – Similia similibus currentur.


Ein Bienenstich ruft durch seine Wirkung beim Menschen bestimmte Symptome hervor, wie u.a. eine Hautreaktion, Schwellung, Rötung, Schmerzen und manchmal sogar Schwindel und Übelkeit. Wenn nun ein Patient die ähnlichen Symptome zeigt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihm das homöopathische Mittel Apis (Biene) hilft, recht groß. D.h. eine Substanz, die beim gesunden Menschen eine Reaktion/ Krankheit verursacht, kann sie beim Kranken mit den ähnlichen Symptomen heilen.


Und warum nun den Weg zum professionellen Homöopathen gehen? Das Prinzip klingt doch leicht.


Ganz so einfach wie in dem „Bienenbeispiel“ ist es natürlich nicht. Es gibt in der Homöopathie keine Standardmittel, beispielsweise gegen Kopfschmerzen oder Herzrasen. In der Schulmedizin kann jeder Aspirin nehmen, doch in der Homöopathie wird das Mittel genau passend zu dem Menschen ausgesucht.


Die Ausnahme bilden wenige Akutmittel, die nach bewährten Indikationen in einer akuten Situation genommen werden können (z.B. Staphisagria bei glatten Schnittverletzungen). Es werden aber selten einzelne Symptome behandelt, sondern der Mensch als sein Ganzes wahrgenommen und behandelt. Jede Krankheit, jedes Symptom geht auf eine Störung der Lebenskraft zurück und so unterstützt eine homöopathische Arznei die Lebenskraft und führt den Patienten wieder in ein gesundes Gleichgewicht zurück.

Somit gibt es ein Mittel für Peter, der über Kopfschmerzen klagt, und ein ganz anderes Mittel für Marias Kopfschmerzen.


Mehrere tausend homöopathische Mittel sind bekannt und ständig gibt es neue Arzneimittelprüfungen und damit neue homöopathische Mittel. Aus dieser Vielzahl genau das passende Mittel zu finden und auch nach der ersten Mittelgabe den Verlauf genau zu beurteilen und ggf. eine Mittelgabe zu wiederholen oder Folgemittel zu verschreiben, ist die Aufgabe des Homöopathen und sollte auch nur durch einen erfahrenen und gut geschulten Heilpraktiker erfolgen. Erkundigen Sie sich vor dem Besuch beim Heilpraktiker genau über dessen Ausbildung und Qualifikation.


Bei Fragen und/oder Interesse, können Sie mich gerne in meiner Praxis am Lietzensee kontaktieren.
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